Kategorie: zentralplus

Als Freier Mitarbeiter beim Online-Magazin zentral+ schreibe ich über lokale Geschehnisse aus der Leuchtenstadt und dem gesamten Kanton Luzern.

  • 190 Kilogramm Farbe gegen die Wut

    190 Kilogramm Farbe gegen die Wut

    Die Steinenstrasse ist schon ein einzigartiges Stück Strassenpflaster. Kleine individuelle Geschäfte in bunten Häusern lassen die Passanten in eine andere Welt versinken. Das war allerdings nicht immer so.

    Ob klein, schmal, kurz oder lang – viele Strassen und Gassen in der Stadt Luzern sind ein echter Hingucker. zentral+ hat die schönsten, vielseitigsten und geschichtsträchtigsten Passagen unter die Lupe genommen.

    Wer Altstadt hört, denkt sofort an Pflastersteine sowie Uhren- und Schmuckläden. Dort, wo sich Touristen an die Schaufenster von Bucherer und Co. drücken und anschliessend jeder Dritte mit dem gleichen Schmuckstück wieder in Richtung Schwanen- oder Löwenplatz marschiert. weiterlesen…

  • Von Glanz & Gloria und peinlichen Fan-Momenten

    Von Glanz & Gloria und peinlichen Fan-Momenten

    Zwischen Namen wie James Bay oder Mando Diao finden sich zwei Luzerner Musiker, die am diesjährigen Blue-Balls-Festival zum ersten Mal auftreten. Damian Lynn und Mimiks erzählen im Doppelinterview, was ihnen das bedeutet, woran es dem grössten Luzerner Festival fehlt und weshalb Verwandte an Konzerten nicht immer willkommen sind.

    Ab diesem Freitag steht die Stadt Luzern während eineinhalb Wochen ganz im Zeichen der Musik. Das Blue-Balls-Festival lockt jedes Jahr internationale Musikgrössen in die Leuchtenstadt – und somit auch Zehntausende Zuschauer an. Dieses Jahr sind es die grossen Namen, wie James Bay, Mando Diao oder Jamie Cullum, die Luzern mit ihren Klängen beehren.

    Inmitten dieser international bekannten Künstler treten zwei Lokalmatadoren auf. Der Rapper Mimiks und der Singer-Songwriter Damian Lynn dürfen 2015 das Festival zum ersten Mal bespielen. zentral+ hat die jungen Musiker zum Doppelinterview getroffen. weiterlesen…

  • «Der Jazz kommt in Luzern zu kurz»

    «Der Jazz kommt in Luzern zu kurz»

    Das «einzige Luzerner Jazz-Festival» startet am Freitag in seine dritte Ausgabe. Während neun Tagen steht die Stadt ganz im Zeichen des Jazz, Soul und Funk. Was einst als Ergänzung zum grössten Festival in Luzern geplant war, hat sich als eigenständige Veranstaltung durchgesetzt – auch dank einer Prise Trotz.

    Das dritte «KommDoch»-Festival steht in den Startlöchern. Vom 10. bis am 18. Juli sind drei Lokale ganz im Bann der Musik – von Jazz über Soul bis Funk und Hiphop. Grosse Namen sind hier jedoch fehl am Platz. Vielmehr soll laut Organisator Samuel Büttiker das «KommDoch»-Festival Plattform für Formationen bieten, die sonst von «Bookern» vernachlässigt werden.

    So sind es unter anderem Bands wie Johnny & the Rocket Boy, Poem Pot oder Schwalbe & Elefant, die ab Freitag das «Magdi», die «Gewerbehalle» sowie die Bar «Sopranos» zum Klingen bringen. Hauptsächlich seien während den neun Tagen lokale Bands, insbesondere Musiker von der Jazzschule Luzern, deren Aushängeschild Blind Butcher am Eröffnungsabend auftreten wird, vertreten, so Samuel Büttiker. weiterlesen…

  • «So einen krassen Fall hatten wir noch nie»

    «So einen krassen Fall hatten wir noch nie»

    Dumpinglöhne, Unterkünfte wie Stallungen und keine ausbezahlten Überstunden: Elf polnische Gipser wurden auf einer Surseer Baustelle regelrecht abgezockt. Als Konsequenz traten die Arbeiter in den Streik. Für wie lange ist noch völlig offen.

    Das Einstellen der Bauarbeiten auf der Baustelle «Hofstetterfeld 9» in Sursee schlägt hohe Wellen. Insgesamt elf polnische Gipser sind – unterstützt von der «Unia» – am Dienstagmorgen in den Streik getreten. Diese waren auf der betroffenen Baustelle als Scheinselbständige tätig. In diesen Fällen müssen sich die Arbeiter an keine schweizerischen Gesamtarbeitsverträge und somit nicht an Mindestlöhne halten. Dies schafft optimale Voraussetzungen für Dumpinglöhne.

    Versprechen nicht eingehalten

    Die Polen waren seit einigen Monaten auf dem Hofstetterfeld 9 mit Gipsarbeiten beschäftigt. Versprochen wurde ihnen ein Lohn von 4’400 Franken Brutto sowie eine angemessene Unterbringung. Eingehalten hat die Frutiger AG nichts davon – trotz Aufforderungen seitens der Unia. Zuletzt hätten die Arbeiter in grossem Umfang Überstunden geleistet, die nicht bezahlt wurden. Der Regionalsekretär Zentralschweiz der Unia, Giuseppe Reo, erklärt im Interview, wie es zu diesem krassen Fall kommen konnte und wie es nun weitergeht. weiterlesen…

  • Luzerner «töggelen» an der Spitze mit

    Luzerner «töggelen» an der Spitze mit

    Vor knapp eineinhalb Jahren wurde der erste Tischfussball-Verein der Stadt Luzern gegründet. Die drei Gründungsmitglieder, die unter den 15 besten «Töggelern» der Schweiz sind, haben massgeblich zum bisherigen sportlichen Erfolg des Vereins beigetragen. Doch auch sie mussten bereits schmerzliche Niederlagen verkraften.

    Wer Tischfussball hört, denkt an ein Pub und kühles Bier. Dass dieser Sport allerdings auch professionell betrieben werden kann, zeigt der Tischfussballclub Luzern (TFCL). Der Verein, dessen Trainingsraum in Reussbühl direkt beim Frohburg liegt, wurde im März 2014 gegründet und ist der einzige städtische «Töggeli-Verein».

    Ins Leben gerufen wurde dieser vom Tischfussball-Weltmeister des Jahres 2012 in der Kategorie «Neulinge», Hannes Wallimann, sowie den beiden ambitionierten «Töggeler» Adrian Schuler und Peter Felder. Stein des Anstosses war die Auflösung eines Clubs in Malters gewesen, bei dem alle drei zuvor Mitglied waren. «Der Trainingsraum war damals eine Beiz, wo ein Stapel Einfränkler für einen Abend Tischfussball nötig war», sagt Hannes Wallimann. Die nötige Förderung sei ausgeblieben, weshalb die drei entschieden hätten, sich ein eigenes Lokal zu mieten. «Wir wollten in Luzern das Töggelen forcieren», so Wallimann. weiterlesen…

  • Der grosse Ansturm auf die Atelier-Räume

    Der grosse Ansturm auf die Atelier-Räume

    Die ABL-Genossenschaft hatte die letzten zwei Wochen alle Hände voll zu tun. Denn die Ausschreibung für die 60 Wohnungen der Siedlung «Himmelrich 3» sorgte für eine regelrechte Bewerbungsflut. Ausserdem könnte die Siedlung bereits früher wieder zum Leben erwachen als ursprünglich geplant.

    60 Wohnungen, 1 Monat und beinahe unbegrenzte Möglichkeiten: Die abl (Allgemeine Wohnbaugenossenschaft) stellt vor dem Abriss Räumlichkeiten an der Tödistrasse kostenlos zur Verfügung (zentral+ berichtete). Gerade mal einen halben Monat hatten Interessenten Zeit, sich mit ihrem Projekt für eine Wohnung zu bewerben.

    Die kurzfristige Ausschreibefrist hat die Interessenten allerdings nicht davon abgehalten, eine Wohnung im Himmelrich 3 zu ergattern. Am Dienstag, 30. Juni, werden von der abl die letzten Bewerbungen entgegengenommen. Das Auswahlverfahren ist bereits in vollem Gange. weiterlesen…

  • «Rap füllt die Leere in meiner Brust»

    «Rap füllt die Leere in meiner Brust»

    «Inoue» heisst das Kollab-Album des Luzerner Rappers LCone. Es ist das Erstlingswerk des 20-Jährigen, das er mit dem Bündner Rapper Ali und dem Berner Produzenten Sad aufgenommen hat. Im Interview erzählt das «rappende Joghurt», wie es zu diesem Kosenamen kam und weshalb sein «richtiges» Debütalbum erst noch kommt.

    Mit brachialer Ehrlichkeit schmettern die Rapper Ali und LCone dem Hörer ihr Erstlingswerk um die Ohren. «Inoue» nennt sich das zwölf Tracks starke Album, das der Bündner Ali und der Luzerner LCone gemeinsam mit dem bekannten Berner Produzenten Sad am Freitag veröffentlichen.

    Vom ersten Takt an fesseln die treibenden Rhythmen, die den rotzigen Statements und nachdenklichen Textpassagen unterlegt sind. Themen wie Perspektivlosigkeit und Liebe finden genauso Platz auf dem Album wie zynische Seitenhiebe. Der 20-jährige Rothenburger LCone erzählt im Interview mit zentral+ von seinem peinlichsten Konzerterlebnis und seiner Motivation, die er aus dem Album geschöpft hat, um neue Musik zu machen. weiterlesen…

  • «Wenn’s einem nicht passt, passt’s allen nicht»

    «Wenn’s einem nicht passt, passt’s allen nicht»

    15 Jahre hat ihre Fanbase auf ihr Erstlingswerk warten müssen. Nun ist es soweit: Mit «Bis zom Ändi» bringen «Habashs» klassischen Hiphop, der an die frühen Nullerjahre erinnert. Im Interview erzählen sie, weshalb sie so lange auf sich warten liessen und wieso sie bei einem Auftritt in Basel auf einmal alleine da standen.

    Bereits lange bevor Mimiks auf Platz eins der Charts landete und die 041-Szene sich formierte, sassen drei Luzerner mit ihrem Mikrofon in ihrem Bandraum im Sedel. Insofern sie nicht gerade im «Werkhof» oder der ehemaligen «Boa» andere Rapper battleten. Die «Habashs» haben nach 15 Jahren Bandgeschichte ihr Debütalbum veröffentlicht.

    Zwölf Tracks, die an den Hiphop der frühen Nullerjahre erinnert, auf einer CD vereint. Es ist «unbeschwerte» und zugängliche Musik für Anhänger des klassischen Hiphops – mit zwei, drei kleinen Ausnahmen. «Habashs», das sind die Rapper TRE, PHA und Onamaac, sowie der Beatmaker Proviber. weiterlesen…

  • Wenn das Wetter Löcher ins Portemonnaie regnet

    Wenn das Wetter Löcher ins Portemonnaie regnet

    Festivals sind diversen Risiken ausgesetzt. Insbsondere schlechtes Wetter kann den Veranstaltern die Rechnung vermiesen. Doch über Erfolg und Misserfolg entscheiden weitere Faktoren. zentral+ analysiert die Zentralschweizer Festivals.

    Die Schweiz hat die höchste Konzertdichte der Welt. Insbesondere in punkto Open-Airs wird eine enorme Vielfalt geboten. Das führt zu einem harten Konkurrenzkampf zwischen den verschiedenen Veranstaltern.

    Dieser Wettstreit um Künstler und Fans hat schon so manchem Open-Air das Genick gebrochen. So etwa musste das Open-Air Ebikon bereits vor der ersten Ausführung kurzfristig wieder abgesagt werden. Und auch das während all der Jahre stark gewachsene Open-Air «Soundcheck» in Sempach-Neuenkirch musste vor drei Jahren das Gelände räumen. Was also ist schiefgelaufen? Und was machen andere Veranstalter besser? weiterlesen…

  • Hier wirbt der Kunde mit Hashtag

    Hier wirbt der Kunde mit Hashtag

    Mit dem «Instaframe» hat der Luzerner Jonas Kamber nicht nur den Nerv der Zeit getroffen. Marketingtechnisch ist der digitale Bilderrahmen für Bars und Clubs ein kostengünstiger Selbstläufer. Und funktioniert vor allem innerhalb einer ganz besonderen Gruppe.

    Der Luzerner Jonas Kamber setzt mit seiner Kreativität neue Trends. Seine Gadgets, wie die Fotobox oder nun der Instaframe, sind weit mehr als nur Spielereien für Technikfans. Denn der digitale Bilderrahmen namens Instaframe ist marketingtechnisch ein cleverer Schachzug. Dieser soll Gäste in Clubs und Bars dazu motivieren, für das Lokal zu werben.

    Klingt ziemlich utopisch, funktioniert aber tatsächlich. Der Prototyp dieses Instaframes steht seit rund einem Jahr im Neubad. Aufgrund der positiven Reaktionen und der seither starken Zunahme an Instagram-Posts über das Neubad geht das Instaframe nun in die Produktion. weiterlesen…