Kategorie: zentralplus

Als Freier Mitarbeiter beim Online-Magazin zentral+ schreibe ich über lokale Geschehnisse aus der Leuchtenstadt und dem gesamten Kanton Luzern.

  • «Der Stadtrat will sich rausreden»

    «Der Stadtrat will sich rausreden»

    Der Luzerner Stadtrat hat dem Parlament einen Gegenvorschlag zur städtischen Flachdach-Initiative unterbreitet. Dieser lässt allerdings vor allem einen zentralen Punkt der Initiative ausser Acht.

    Der Ende 2013 von den Jungen Grünen Luzern eingereichte Flachdach-Initiative wird ein Gegenvorschlag unterbreitet. Dies auf Wunsch des Parlaments, das grossmehrheitlich den Bericht und Antrag zur Überarbeitung an den Stadtrat zurückwies.

    Konkret forderten die Initianten, dass auf allen dafür geeigneten Flachdächern der Stadt eine Sonnenenergienutzung installiert und diese ökologisch aufgewertet werden. Da dies laut Stadtrat zu einer Ungleichbehandlung mit Gebäuden mit Schrägdächern führe und der Initiativtext in anderen Punkten verschiedene Detailfragen aufwerfe, lehnt der Stadtrat die Initiative ab. weiterlesen…

  • Talent? «Eher totales Interesse»

    Talent? «Eher totales Interesse»

    Ob Flyer oder Plakate: Der Luzerner Illustrator ist mit seinen Arbeiten in seiner Heimatstadt omnipräsent. Auch im Ausland macht sich Amadeus Waltenspühl einen Namen. Und das nicht nur dank Aufträgen.

    Amadeus Waltenspühl ist einer der präsentesten Luzerner. Nicht in erster Linie als Person, sondern vielmehr mit seinen gestalterischen Produkten. Denn jeder, der durch Luzern läuft, hat ziemlich sicher mindestens einmal einen Flyer oder ein Plakat des 30-Jährigen gesichtet.

    Grafik schon im Kindesalter Alltag

    Der Stadtluzerner ist selbständiger Grafik-Designer, Illustrator und Animator. Ein Metier, das ihm bereits in die Wiege gelegt wurde. «Mein Vater ist selbständig als Grafiker, meine Mutter als Architektin», sagt Amadeus Waltenspühl. Sein Bruder, ein gelernter Polygraf, ist ebenfalls im Gestalterischen tätig. «Ich wurde sicherlich bereits als Junge darauf sensibilisiert. Mein Vater hatte schon damals sein Geschäft zu Hause, weshalb ich nicht darum herum kam – beispielsweise, wenn mein Vater mit fünf Logos kam und mich fragte, welches ich am besten fände.» weiterlesen…

  • Schilder gegen Schwäne, FCL-Fans, Uhren und Uhrenkäufer

    Schilder gegen Schwäne, FCL-Fans, Uhren und Uhrenkäufer

    Luzern ist die Stadt der Verbote. Doch die Arbeit ist nie getan – es gibt noch viel zu regeln. zentral+ hat sich Gedanken gemacht, welche Untersagungen die Lebensqualität in der Stadt Luzern verbessern würden. Ein Gedankenspiel, das gar nicht weit an der Realität vorbeischlittert.

    Es ist das einfachste Mittel, eine Grenze zu setzen, ohne einen Kompromiss ausarbeiten zu müssen: Verbote. Die Luzerner Bevölkerung sieht sich tagtäglich mit zahlreichen Verboten konfrontiert. Allerdings ist die Arbeit des Verbietens nie getan. Stetig müssen neue Leitplanken her. Um diese mühselige Arbeit einfacher zu machen, hat sich zentral+ an ein Gedankenspiel gewagt und Verbote verordnet, die in ferner Zukunft nicht unrealistisch sein könnten. weiterlesen…

  • «Wir haben ja eh nichts anderes zu tun»

    «Wir haben ja eh nichts anderes zu tun»

    Die Luzerner Hiphop-Truppe «Moskito» veröffentlicht ihr zweites Album «Maxilla». 12 Tracks auf einer CD vereint – vielfältig, kritisch und anspruchsvoll. Im Interview mit zentral+ erklären die Musiker, weshalb ihre Musik nicht radiotauglich ist und wer an ihren Konzerten nichts zu suchen hat.

    Mit ihrem zweiten Album haben «Moskito» ein durch und durch anspruchsvolles Werk geschaffen, das sich grundlegend von konventionellem Hiphop unterscheidet. «Maxilla» kommt mit einem Schuss 8-Bit, einer Prise Selbstironie und einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik daher.

    Moskito, das sind Flew, Little Miss Sunshine und Luzi. Im Gespräch mit zentral+ nehmen die drei kein Blatt vor den Mund – simultan zu ihren Raptexten. weiterlesen…

  • Zu wenige Acts für zu viele Festivals

    Zu wenige Acts für zu viele Festivals

    Diesen Juni hätten erneut Tausende von Zuschauern zum «Allmend Rockt» in die Swissporarena pilgern sollen. Allerdings macht den Veranstaltern «die Situation auf dem Künstlermarkt» einen Strich durch die Rechnung. Erfahrene Veranstalter bestätigen die schwierige Lage. Das Problem ist allerdings viel grösser.

    Es war ein Spektakel sondergleichen: 10’000 Zuschauer trudelten bei der ersten Ausgabe des «Allmend Rockt» in der Swissporarena ein. Das Aushängeschild Gölä begeisterte die Massen – die Veranstalter zogen eine durchwegs positive Bilanz (zentral+ berichtete). Sogleich gab die Allmend Rockt GmbH bekannt, dass sie «alles daransetzen wolle», für die zweite Ausgabe im Juni 2015 ein Spitzenprogramm auf die Beine zu stellen. Und jetzt das.

    Zu hohe Gagen gefordert

    Dieses Jahr wird die Swissporarena nicht in eine Konzertbühne verwandelt – denn das «Allmend Rockt» findet nicht statt. Dies, obwohl schon viel Zeit in die zweite Ausgabe des Festivals investiert wurde. «Austragungsdatum und Infrastruktur waren bereits gebucht, die Planung relativ weit fortgeschritten», so die Veranstalter in einer Mitteilung. Allerdings sei die Situation auf dem Künstlermarkt schwierig, das Angebot ziemlich ausgetrocknet. Zudem würden Gagen gefordert, die ein wirtschaftliches Gelingen zu einem unannehmbaren Risiko machen würden. weiterlesen…

  • Hat die Polizei Beweise gefälscht?

    Hat die Polizei Beweise gefälscht?

    Tränengas, Pfefferspray und vier Festnahmen: Die Demonstration vom letzten Samstag eskalierte. Die Beteiligten schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Nun spricht eine Verhaftete. Im Interview erhebt sie schwere Vorwürfe an die Polizei. Diese dementiert entschieden.

    Demonstranten tanzten am Samstag gemeinsam unter dem Motto «Eine andere Welt ist möglich» vom Pavillon durch die Luzerner Altstadt bis zur Seebrücke. Ein während zwei Stunden friedlicher, bewilligter Anlass, an dem gemäss Organisatoren 800, laut Schätzungen der Polizei 600 Demonstranten teilnahmen. Bis ihnen am Ende der Seebrücke, kurz vor dem Schwanenplatz, 500 Meter vor Auflösung des Demo-Zugs, Polizisten in Vollmontur gegenüberstanden. Die Situation eskalierte.

    Nur zwei von vier Festgenommenen vermummt

    «Mit Tränengas, Pfefferspray und Knüppeleinsatz wurden, ohne Rücksicht auf Familien und Kinder, einzelne Leute aus der friedlichen Tanzdemo herausgerissen», kritisierte das Bündnis «Lagota», das bereits den 5. «Antikapitalistischen Tanz» organisiert hatte, in einer anonymen Mitteilung. In einem skandalösen Einsatz hätten die Einsatzkräfte die friedliche Demonstration angegriffen. Insgesamt vier Personen wurden wegen Vermummung und Abfeuern von Pyrotechnik festgenommen, so die Luzerner Polizei. Laut Aussagen des «Lagota»-Sprechers in einem Interview mit lu-wahlen.ch waren jedoch zwei davon weder vermummt noch hätten diese Pyros dabei gehabt. weiterlesen…

  • Luzerner App schlägt ein wie eine Bombe

    Luzerner App schlägt ein wie eine Bombe

    Das Handygame eines Luzerners verzeichnet schon mehr als 100’000 Downloads – Tendenz steigend. Schützenhilfe leistete Apple. Das Unternehmen setzte das Spiel für das B-Sides Festival weltweit auf die Startseite seines App-Stores. Eine Überraschung steht allerdings noch aus.

    Sowohl im App-Store als auch im Google Play Store kursiert derzeit eine Smartphone-App, die aus den Federn eines Luzerners stammt. Der Gamedesigner Christian Schnellmann hat für das B-Sides Festival das Handygame «AUX B» programmiert. Das Konzept: Der Spieler nimmt die Rolle eines Soundtechnikers ein und muss Kabel mit Soundapparaturen verbinden. Wenn das klappt, erklingt Musik aus den Boxen und die nächste Spielstufe ist erreicht. Das Spiel ist nicht nur simpel, sondern macht allem Anschein nach extrem süchtig.

    Dies zeigen sowohl die Bewertungen als auch die Download-Zahlen. Die Rezensionen gehen von «Grossartig», «macht süchtig» bis über «Klasse Spiel». Ein anderer Nutzer schreibt im Google Play Store: «Witziges Konzept mit toller Umsetzung auf grafischer und spielerischer Ebene.» Zu sehen sind fast ausschliesslich fünf Sterne. Und die Download-Zahlen unterstreichen, dass der Gamedesigner Schnellmann offenbar den Nerv getroffen hat. Mehrere tausend Downloads im App-Store, drei Tage nach der Veröffentlichung. Knapp zwei Wochen später haben bereits 100’000 Personen «AUX B» auf ihr iPhone oder iPad geladen. weiterlesen…

  • «Der Teamgedanke steht vor dem eigenen Willen»

    «Der Teamgedanke steht vor dem eigenen Willen»

    Spitzensport begeistert die Massen. Doch nebst sportlichen Erfolgen und Misserfolgen der Spitzensportmannschaften steuern die Sportvereine weit mehr zur Gesellschaft bei. Es geht um Integration, Teamzugehörigkeit und Perspektiven. Und um noch viel mehr.

    Findet ein Spiel statt, strömen jeweils tausende Zuschauer ins Stadion. In der aufgebrausten Stimmung wird so lange geschrien und gejubelt, bis der Ball oder der Puck im Tor landet. In erster Linie geht es um Erfolge, die Tabellenspitze zu übernehmen, den Titel zu holen. Doch FC Luzern und EV Zug bedeuten nicht nur, tausende Fans ins Stadion zu locken und dabei einen Sieg zu erspielen.

    Im Hintergrund leisten diese Sportvereine viel mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Sie integrieren, fördern und fordern. Denn Teamsport verbindet, trainiert nicht nur den Körper sondern auch das Sozialverhalten. Das – und noch viel mehr – sind essenzielle, aussersportliche Fähigkeiten, die den Jungtalenten mit auf den Weg gegeben werden. weiterlesen…

  • 1095 Tage auf der Flucht

    1095 Tage auf der Flucht

    Millionen von Flüchtlingen riskieren jährlich ihr Leben für eine bessere Zukunft. Ein gefährliches und oft auch tödliches Unterfangen. Zwei in Luzern lebende Flüchtlinge haben das an eigenem Leibe erfahren und erzählen ihre – in so mancher Hinsicht völlig unterschiedlichen – Erlebnisse.

    170’000 Menschen sind im vergangenen Jahr über das Mittelmeer geflohen. Und ein Ende ist 2015 nicht in Sicht. Tausende Menschen warten derzeit noch auf die lebensgefährliche Überfahrt in eine hoffentlich bessere Zukunft. Wenige Tage nach der Ankunft in Südeuropa erreichen viele auch die Schweiz. Massiv mehr Flüchtlinge als bisher angenommen werden im Kanton Luzern erwartet, der 4,9 Prozent aller in der Schweiz Ankommenden aufnehmen und unterbringen muss.

    Zwei, die es bis nach Luzern geschafft und viele Strapazen überwunden haben, wurden im Namen des Zentralschweizerischen Arbeitshilfswerkes (SAH) am Donnerstagabend ins Bourbaki eingeladen. Im Rahmen der Themenmonate «Menschlichkeit» erzählten sie über ihre alte Heimat, die Beschwerlichkeiten auf dem Fluchtweg und über die Schwierigkeiten, in der neuen Heimat Fuss zu fassen. weiterlesen…

  • Treibhaus: Eine Million für zwanzig Jahre

    Treibhaus: Eine Million für zwanzig Jahre

    Für knapp 309’000 Franken können die Gebäude dreier Stadtluzerner Jugendhäuser für die nächsten zehn Jahre in Stand gehalten werden. Im Vergleich ein richtiges Schnäppchen: Raten Sie mal, wie viel Mal mehr die Sanierung des KKL-Daches kostet.

    Das Angebot für Kinder und Jugendliche ist in der Stadt Luzern vielfältig: In den Quartieren gibt es zahlreiche Jugendhäuser, die massgeblich zur Freizeitgestaltung der angehenden Erwachsenen beitragen. Sei es als Treffpunkt, für einen Konzertabend oder in aktiver Mitgestaltung des Programmes.

    In einer Interpellation wollten Laura Kopp und Stefan Sägesser namens der GLP-Fraktion unter anderem wissen, wann die drei Jugendhäuser «Treibhaus», «Piazza» und «Crazy House» für wie viel saniert werden müssten. Kosten, welche die Stadt zu tragen hat. weiterlesen…