Medien sind die Sündenböcke der Nationen. Spätestens seit Trump seinen Wahlkampf mit Lügen statt Fakten und immer wiederkehrender Denunzierung der Medien gewonnen hat, stehen sowohl die Produkte als auch die Produzenten, also die Journalisten, in denkbar schlechtem Licht.
Die Leser sind wütend – und die Journalisten ratlos. Immer wieder fallen schubladisierende Ausdrücke wie «Lügenpresse». Dieser Begriff versucht an sich nichts anderes zu sagen, als dass die Medien den Empfängern mit willentlicher Absicht Unwahrheiten unterbreiten. Ob dem so sei oder eben nicht, ist nicht Gegenstand dieses Artikels und liegt auch nicht in meiner Kompetenz, zu beurteilen.
Es ist allerdings ein Schema zu erkennen. «Lügenpresse» schreien jene am lautesten, die andere Meinungen nicht akzeptieren können und wollen. Entspricht ein Artikel nicht den Ansichten dieser Personen, wird er einfach als Lüge abgetan. So einfach ist es aber nicht.